Am 11. Juni 2010 erscheint die komplette "Natalie - Endstation
Babystrich" Fernsehfilmreihe bei uns als Komplettbox in
DVD-Erstveröffentlichung. Zur Natalie-Reihe gehören insgesamt fünf
deutsche Fernsehfilme, die alle vom Thema Kinderprostitution handeln
und im Zeitraum zwischen 1994 und 2003 in SAT.1 gezeigt wurden.
Die 14-jährige Natalie Schneider kommt aus einer scheinbar
intakten, mittelständischen Wiesbadener Familie. Beide Eltern gehen
geregelten Arbeiten nach und Natalie besucht das Gymnasium. Dennoch
fühlt sie sich unglücklich: Vor allem ihre jüngere Schwester Vanessa,
die an Asthma leidet und daher oft ins Krankenhaus muss, nimmt die
ganze Aufmerksamkeit der Eltern in Anspruch. Natalie wird von ihren
Eltern oft vernachlässigt und streng erzogen, zudem muss sie unter
regelmäßigen Wutausbrüchen ihres Vaters leiden. Trost findet Natalie
zunächst bei ihrem Freund Max, bis sie über ihre Schulfreundin Marion
den charmanten Nico kennen lernt, nicht ahnend, dass dieser ein
Zuhälter ist. Natalie gerät in ein gefährliches Milieu zwischen Schule
und Babystrich, ihre Eltern ahnen nichts davon. Erst als Georg Teuchert, ein Freund der Familie, hinter Natalies Doppelleben kommt,
kann Natalie der schrecklichen Situation entkommen.
Zur
"Natalie - Babystrich" Reihe gehören insgesamt fünf deutsche
Fernsehfilme, die alle vom Thema Kinderprostitution handeln und im
Zeitraum zwischen 1994 und 2003 in SAT.1 gezeigt wurden. In allen
fünf Filmen verkörpert die Schauspielerin Anne-Sophie Briest das
Mädchen Natalie. Geschildert wird ihr Absturz ins Frankfurter
Rotlichtmilieu (Teil 1), die Zeit der Pubertät (Teil 2), ihre
Erlebnisse als 18-jährige (Teil 3) sowie ihr Start ins
Erwachsenenleben (Teil 4) und der Kampf gegen Kindesmisshandlung (Teil
5). Während der Spieldauer von insgesamt 468 Filmminuten wird
Natalie mit allen Facetten des Milieus konfrontiert. Sie bewegt sich
einerseits zwischen Familie, Freundschaft und Liebe und andererseits
muss sie die Themen Zuhälterei, Kinder-Handel und Kriminalität
kennenlernen und sich in Teil 4 sogar mit dem Thema AIDS
auseinandersetzen.
Die
Geschichte des Mädchens Natalie ist jederzeit von höchster Brisanz
und keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Der Handel mit kleinen
Mädchen ist ein niederträchtiges Geschäft und die kriminellen Köpfe
dahinter sind skrupellos. Dies wird in den fünf Filmen sehr
erschreckend und
zugleich spannend verdeutlicht ohne das Thema übertrieben
darzustellen.
Die Fernsehfilmreihe "Natalie" besteht aus den folgenden fünf
Filmen in Spielfilmlänge (jeweils ca. 90 Minuten Spieldauer):
Teil 1: Natalie - Endstation
Babystrich (1994)
Die 14-jährige Natalie kommt aus einer scheinbar intakten,
mittelständischen Wiesbadener Familie. Doch weil sich zu Hause alles
um die asthmakranke jüngere Schwester Vanessa dreht, fühlt sich
Natalie einsam und unverstanden. Unter dem Einfluss einer ehemaligen
Mitschülerin gerät sie in Kontakt mit der Halbwelt und lernt den
Zuhälter Nico kennen.
Teil 2: Natalie - Die Hölle nach dem Babystrich
(1997)
Nach einem langen Klinikaufenthalt kehrt Natalie Schneider nach
Hause zurück. Alle wollen ihre Vergangenheit auf dem Babystrich
vergessen, aber es kommt schon bald zu heftigen Auseinandersetzungen -
Natalies Vater Peter ist voller Vorurteile. Als ihre Freundin
Annemarie heimlich bei den Schneiders übernachtet und von Peter Geld
stiehlt, kommt es zum Eklat. Natalie steigt wieder in den Zug nach
Frankfurt.
Teil 3: Natalie - Babystrich Online (1998)
Natalie ist inzwischen 18 Jahre alt und hat ein neues Leben
begonnen: Sie arbeitet mit großem Engagement in der Anwaltskanzlei von
Cato Cramer und verliebt sich in ihren Nachbarn Sven. Doch plötzlich
wird Natalie von ihrer Vergangenheit eingeholt: Sie begegnet der
14-jährigen Miriam, die unter dem Einfluss von Natalies früherem
Zuhälter Nico steht. Natalie nimmt sich des Mädchens an und gewinnt
langsam das Vertrauen des Teenagers - da wird Miriam entführt.
Teil 4: Natalie - Das Leben nach dem Babystrich
(2001)
Alles hat sich zum Gutem für Natalie gewendet. Mittlerweile
erwachsen und gereift, hat sie ihr Leben in den Griff bekommen: Sie
lebt glücklich mit ihrem Freund Sven zusammen, ist Cheerleaderin in
dessen Footballmannschaft und macht ein Praktikum als Streetworkerin.
Als Natalie erfährt, dass sie schwanger ist, will sie es ihrem Freund
in einem passenden Moment erzählen. Allerdings kommt ihr stets Vera
dazwischen, die Sven zu einer "großen Karriere" verhelfen will. Als
dann auch noch Vera zusammen mit Sven nach Berlin fährt, beginnt das
übliche Spiel der Irrungen und Wirrungen. Dazu kommt ein traumatisches
Erlebnis für Natalie: Bei einem Einsatz sticht ihr ein unbekannter
Fixer mit einer Nadel in den Arm. Nach einiger Recherche im Umfeld des
Fixers, erfährt Natalie, dass der Fixer an AIDS erkrankt ist.
Teil 5: Natalie - Babystrich Ostblock (2003)
Natalie verschlägt es diesmal in Richtung Osten: Hinter der
Landesgrenze wird sie in Tschechien auf den Rotlichtbezirk aufmerksam
und erfährt, dass dort auch mit Kindern gehandelt wird. Sie
entschließt sich dem dortigen Geschäft mit der Kinderprostitution das
Handwerk zu legen. Die Drahtzieher der schmutzigen Geschäfte, bei
denen kleine rumänische Mädchen für gierige Kunden über diverse
Grenzen geschmuggelt werden, sitzen allerdings in Deutschland. Die
dreckigen Deals fliegen auf, als Natalies Freund Sven (Joram Voelklein)
bei einer Dienstreise nach Prag direkt hinter der Grenze in eine
Schlägerei gerät. Weil ein Zuhälter dabei ein paar gefälschte
Kinderausweise verliert, verdächtigt die Polizei Sven der Beihilfe zu
schwerem Menschenhandel. Als ihr Freund auch noch ins Koma fällt,
lässt Natalie, soeben Mutter geworden, ihr Baby in der Obhut ihrer
Mutter (Nina Hoger) zurück und ermittelt auf eigene Faust.
Eigenproduktionen des Privatfernsehens
1993 haben RTL und SAT.1 erstmals damit begonnen TV-Filme selbst zu
produzieren. Das Wort „Eigenproduktion“ kannte man bis dato nur von
ARD und ZDF. In der Zeit davor kauften die Privaten ausschließlich
internationale TV-Movies (meist aus den USA) ein. RTL und SAT.1
waren auf eine gute Quote angewiesen, denn im Vergleich zu den
Öffentlich Rechtlichen konnten sie sich keine Fehlgriffe leisten.
Das Rennen um die Einschaltquote sollte mit emotionsgeladenen,
deutschen Geschichten gewonnen werden. Die Themen hierzu lagen auf
der Straße und die Privaten griffen fast immer zu: Amoklauf,
Babystrich und ein Bankräuber, der den deutschen Staat über Jahre
hinweg foppte, sollten zu den ersten deutschen TV-Movies des
Privatfernsehens gehören. Diese Themen waren damals in aller Munde
und Garanten für höchste Einschaltquoten.
Besetzung
Anne-Sophie Briest (Natalie Schneider) Nina Hoger (Elke
Schneider) Udo Schenk (Peter Schneider) Volkert Kraeft (Georg
Teuchert) Oliver Korittke (Blende, der Photograph) Falk Willy
Wild (Nico Habich) Melanie Rühmann (Marion) Tobias Nath (Max)
Annekathrin Lange (Vanessa Schneider) Barbara Kramer (Susanne
Teuchert) Hans Zürn (Lehrer Binner)
DrehBuch
Christina Christoff, Marius Del Mestre (Teil 1) Manfred
Grunert, Charlott Grunert (Teil 2) Dagmar Damek (Teil 3+4)
Manfred Birkl, Walter Steffen (Teil 5)
Sprache/Ton: Deutsch - Dolby Digital 2.0
Bildformat: 4:3 Vollbild
Ländercode: 2 (Europa)
System: PAL
DVD-Anzahl: 5 DVDs im Schuber
Laufzeit: 539 Minuten, 5 Filme (467 Min.) mit Bonusmaterial (72
Min.)
Bonusmaterial / Extras
Exklusiv-Interview mit der Hauptdarstellerin Anne Sophie Briest
(Dauer: 72 Minuten)
Sie gibt interessante Hintergrundinfos zu allen
fünf Babystrich-Filmen und berichtet ausführlich über ihre Rolle als
Natalie sowie über ihre Schauspieler-Kollegen und -Freunde (u.a. Til
Schweiger). Darüber hinaus erzählt sie interessante Details beim
Streifzug durch ihre Gesamtkarriere.